21. Oktober 2020

Salz – Renaissance eines Urheilmittels

Bei einem gemeinsamen MIttagessen mit zwei Freunden heute, habe ich mir, wie gewöhnlich, viel Salz über mein Essen gestreut. “Zu viel!” aus Sicht meiner beiden Freunde. Eine merkte an, dass das doch ungesund sein. Tatsächliches hält sich dieser Mythos sehr hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen. Wo dieser Irrtum herkommt und warum Salz sehr wahrscheinlich doch gut für uns ist, auch in höheren Dosierungen, zeige ich im Folgenden auf.

Dass Salz Bluthochdruck verursachen soll, geht zurück auf einen Wissenschaftler, namens Lewis K. Dahl, und seinen Tierexperimenten mit Ratten. Er fütterte die Ratten mit Salz und stellte fest, dass diese Bluthochdruck bekamen. Dahl hat jedoch eine extrem hohe Dosis von Salz verwendet: Wenn man die Salzmenge auf das durchschnittliche Körpergewicht eines Menschen umrechnet, würde das 500g Salz pro Tag in der Nahrung bedeuten.  Mir ist kein Mensch bekannt, dem 500g Salz über den Tag verteilt schmecken würde. Ohne Frage, in der Dosis ist Salz toxisch. 

Von Dahl’s Rattenvergiftungen an, hielt sich die Idee, dass Salz zu Bluthochdruck führt. Seit jeher empfehlen WHO und Ärzte sich salzarm zu ernähren, insbesondere bei Bluthochdruck besonders darauf zu achten. “Studien” wie die “Global Sodium Consumption and Death from Cardiovascular Causes”, veröffentlicht 2014 im “The New England Journal of Medcine”, geben dieser Idee Auftrieb. Diese “Studie” ist jedoch gar keine Studie, sondern eine “Meta-Analyse”, welche Daten von 107 Studien zusammenträgt und analysiert.

Die “Wissenschaftler” haben Daten zu Bluthochdruck und Salzkonsum “korreliert”. Im Folgenden kann man sich diese “Korrelation” anschauen. Ich denke, dass jedem, der etwas in Statistik bewandert ist, auffällt, dass das keine bis maximal eine sehr ungenaue Korrelation ist. Aus dieser Korrelation heraus eine Kausalität und Empfehlung abzuleiten ist sehr fragwürdig. Die Kausalität kann man einfach widerlegen: Bevor Kühlschränke in jeden Haushalt Einzug erhalten haben, war Salz das Mittel schlechthin um Lebensmittel haltbar zu machen. Dadurch wurden damals bis zu 200g (!!!) Salz am Tag konsumiert. Bluthochdruck hat aber mit der Nutzung von Kühlschränken und der Salzreduktion in der westlichen Bevölkerung zugenommen. Gutes Salz harmonisiert in Wahrheit den Blutdruck!

Weitere Kritikpunkte zur Meta Analyse: Es wurde nicht unterschieden zwischen raffiniertem Salz und unraffiniertem Salz. Genauso wenig wurde festgestellt, ob künstlichen Zusatzstoffe wie Natriumfluorid, Aluminium usw. im Salz enthalten waren, welche theoretisch einen Einfluss auf Bluthochdruck haben könnten und sehr häufig dem raffiniertem Salz beigemengt werden. Nicht vorenthalten möchte ich dem Leser, dass die “Bill and Melinda Gates Foundation” diese Meta Analyse finanziert hat. 

Schauen wir uns dagegen eine sauber durchgeführte belgische Studie an, veröffentlicht 2001 im “Journal of the American Medical Association” (JAMA). In dieser Studie hat man bei 3000 Probanden über etwas mehr als 7 Jahre im Durchschnitt den Natriumgehalt im Urin gemessen. Die Probanden mit der höchsten Natriumausscheidung hatten ein Viertel der Sterblichkeit im Vergleich zu den Probanden mit der niedrigen Natriumausscheidung. Weiterhin erlitten die “Niedrigsalzer” fünf mal mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die Probanden mit dem höchsten Salzkonsum bzw. der höchsten Natriumausscheidung.

Die Gruppe der Probanden, die wenig (low) Salz zu sich genommen hat, konsumierte im Durchschnitt 6,1 g Salz. Die “high” Gruppe mit hoher Salzausscheidung, hat im Durchschnitt 15 g Salz am Tag konsumiert. Die WHO empfiehlt dagegen 5g Salz pro Tag für Erwachsene, was noch unterhalb der “low” Gruppe der Studie liegt – wohlgemerkt die Gruppe mit der höheren Sterblichkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ich persönlich komme am Tag locker auf 10g Salz ohne Reue und mit vollem Genuss.

Die Studien einmal zur Seite gelegt: Römische Legionäre wurden mit Salz (Salär) bezahlt. In der Antike galt es als “Geschenk der Götter”. Kriege wurden um das “Weiße Gold” gekämpft. Ganz Städte und Handelsrouten (“Salzstraßen”) sind nur auf Grund von Salz entstanden: Salzburg und München zum Beispiel. Die Konzentration von Salz im Meerwasser entspricht ungefähr der Konzentration von Salz im Blut, weshalb Marineärzte im Zweiten Weltkrieg aus der Not heraus Meerwasser für Infusionen verwendeten. Notfallärzte nutzen sofort Kochsalzinfusionen bei Herz-Kreislauf-Problemen. Das Fruchtwasser im Mutterleib ist eine Salzwasserlösung. Salz dient schon seit tausenden von Jahren zur Konservierung von Lebensmittel auf Grund seiner antibakteriellen Wirkung.  

Heilquellen wird eine gesunde Wirkung auf Grund deren Salzzusammensetzung nachgesagt. Ganze Kuren werden in Salzstollen abgehalten. Salz galt jeher als Symbol des Guten, der Gesundheit, des Lebens, des Glücks sowie der Götter und des Reichtums. Durch alle Mythen, von der Antike bis heute und vom Mittelmeerraum bis in den Norden, wurde Salz für drei Grundqualitäten stets geschätzt: Seine Fähigkeit, zu schützen, zu reinigen und zu heilen. Salz hat eine ausgleichende Wirkung auf den Körper und bringt ihn in sein harmonisches Gleichgewicht zurück. Es harmonisiert den Säure-Basen-Haushalt, Blutdruck, Insulin Haushalt, reduziert Übergewicht und vieles mehr.

Das Salz für den Menschen schlecht sein soll und die WHO es auf 5g am Tag zu reduzieren empfiehlt, ist in meinen Augen völlig sinnbefreit. Wie einst Paracelsus sagte: “Die Dosis macht das Gift”. Aber: Sich mit Salz zu vergiften ist nur sehr schwer möglich. Was passiert, wenn man zu viel Salz isst? Der Körper entwickelt ein Durstgefühl und man trinkt als Folge dessen mehr Wasser zum Ausgleich. Trinkt man zu viel Salzwasser, erbricht der Körper sofort. Die Gefahr eine Unterdosierung von Salz ist meiner Meinung nach wesentlich höher einzustufen als die Gefahr einer Überdosierung, dank der Intelligenz, Ausgleichs- und Abwehrmechanismen unseres Körpers. Salz ist ein wahres Urheilmittel und dazu noch ein günstiges. 

Etwas Gutes hat die Salz-Phobie aber dann doch: Die Konsumenten von industriellen Fertigprodukten konsumieren möglicherweise weniger raffiniertes Kochsalz. Denn Salz ist nicht gleich Salz bzw. Kochsalz. Salz kommt in der Natur nicht als raffiniertes Isolat vor. Das billige Kochsalz im Supermarkt ist ein Nebenprodukt der Industrie, die für verschiedenste Zwecke ein raffiniertes Kochsalz benötigt. Ein gutes Salz ist immer im Verbund mit bis zu 80 anderen Mineralien und Spurenelementen. Steinsalz, Meersalz oder hochwertiges Kristallsalz kann man als Salz bezeichnen. Kochsalz ist eigentlich nur reines Natriumchlorid ohne die ganzen anderen Mineralien und Spurenelemente. 

Dass raffiniertes Kochsalz, vielleicht noch angereichert mit anderen unnatürlichen Stoffen wie Natriumfluorid, schädlich für den Menschen sein soll, ist vorstellbar. Möglicherweise reagiert der Körper auf solch einen “naturfremden” Stoff mit Bluthochdruck, um es schnell wieder aus dem Körper auszuscheiden. Spekulativ, aber vorstellbar. Zumindest wäre es eine Erklärung für die zahlreichen Studien, die Salz in ein schlechtes Licht rücken. 

Wer die positiven Effekte von gutem Salz am eigenen Körper erfahren möchte, dem empfehle ich folgende “Salzkuren” auszuprobieren:

  1. Sole-Trinkkur: Morgens auf nüchternen Magen in ein Glas gutes Quellwasser etwas Salzsole hinzugeben und trinken. Wer es salzig mag kann ruhig ein paar Teelöffel nehmen aber mindestens ein Teelöffel Salzsole sollte es sein. Das ganze einmal 3 Monate durchführen und das eigenen Wohlbefinden beobachten. Ich empfehle auch generell Salzsole in jeder Küche und davon reichlich beim Kochen und Würzen zu verwenden. 
  2. Sole-Bad: Ein wahres Wellness-Bad welches Körper, Geist und Seele harmonisiert und energetisiert bzw. beruhigt. Dafür einfach 500g – 1000g Salz in die Badewanne geben und 1 Stunde bei angenehmer Wassertemperatur entspannen.
  3. Sole-Inhalation: 1 Teelöfel Salzsole auf 100ml Wasser in einem Ultraschall Aroma Diffuser oder als Dampfbad 1g Salz auf 1L Wasser.
  4. Sole-Nasenspülung: mit einer Nasendusche bei Schnupfen, Allergien oder präventiv als Kur: 1g Salz auf 100ml lauwarmes Wasser.
  5. Kristallsalz-Lampe: verbreitet gute Frequenzen vom Kristallsalz im Raum, harmonisiert die schädlichen. Das warme Licht wirkt beruhigend auf Körper, Geist und Seele.

Zum Abschluss empfehle ich die kurze Präsentation von Dr. med Dirk Lemke mit weiteren positiven Vorteilen vom Salz auf YouTube.

Quellen:

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